Warum Züchten

Warum Züchten?

 

 

Warum züchten wir?

 

Immer wieder kommt die Frage auf, wozu züchten, die Katzen sind uns egal, wir wollen nur Profit machen. Ich möchte hiermit einen kleinen Einblick in einer seriösen Katzenzucht zeigen.

 

Als erstes sollte man das "Vermehren" und das "seriöse Züchten" stark trennen.

Der typische Vermehrer verkauft sein Kitten zum minderwertigen Preis bzw. verlangt ein Vermehrer fast den Liebhaberpreis wie bei einem Züchter. Dies ist allerdings unberechtigt aufgrund der fehlenden Vorsorgeuntersuchungen (Erbkrankheiten) usw. aber dazu später mehr. Meist sind diese Leute auch in keinem Verein gemeldet oder die Kitten werden zu zeitig abgegeben. Ich bitte ausdrücklich darum, keine Katze die unter 12 Wochen ist, über diverse Plattformen (z.B. eBay Kleinanzeigen) zu erwerben. Die Sozialisierungsphase bei Kitten beginnt gerade mal mit der 8. Lebenswoche.

 

Wir, als seriöse Zucht, sind in einem Verein eingetragen "Katzenfreunde Lausitz" und sind an diverse Regeln und an eine Zuchtordnung gebunden.

Man glaubt auch als Katzenliebhaber das man keine Papiere für die Katze braucht, schließlich ist die Katze nur zum Streicheln und Kuscheln für zu Hause.

Die Ausfertigung einer Ahnentafel kostet allerdings für den Züchter nur ca. 12,00 Euro und somit nur ein Bruchteil der tatsächlichen anfallenden Kosten. Somit ist die Ahnentafel nicht der Grund für den hohen Preis einer Rassekatze.

Ich möchte auch noch erwähnen, dass eine Katze ohne Papiere keine Rassekatze ist.

 

Züchten ist wohl eher eine Leidenschaft als Geldmacherei. Es ist immer wieder sehr beeindruckend alles von Anfang an bis zur Geburt mitzuerleben. Wenn die kleinen Würmchen aufwachsen und sich die Mutti liebevoll um ihre kleinen Racker kümmert.

Aber nicht immer läuft alles so perfekt. Es gibt auch sehr traurige Momente beim züchten. Angefangen bei Missbildungen bis zum toten Kitten, und das, obwohl man immer sein Bestes versucht.

 

Sehr schön ist es auch, zu sehen, was aus den eigenen Schützlingen nach Jahren geworden ist. Ein bleibender Kontakt zwischen Züchter und Käufer ist sehr viel Wert.

 

Als Züchter ist es auch wichtig, den jeweiligen Rassestandard einzuhalten.

Um seine eigenen Katzen von Profi´s bewerten zu lassen, dienen einem Züchter diverse Katzenausstellungen von unterschiedlichen Vereinen.

 

Wir wollen einen traumhaften Charakter bei einer typvollen Katze.

 

 

Warum so ein großer Preisunterschied?

 

Zuallererst braucht man wie das Fortpflanzungsgesetz es vorschreibt, eine Katze und einen Kater. Der Preis einer Zuchtkatze gegenüber einer Liebhaberkatze ist ein groooooßer Katzensprung. Eine Katze die zur Zucht eingesetzt werden darf kostet ab 1200,00 Euro aufwärts. Es ist nicht untypisch das ein Deckkater schnell mal 2000,00 Euro kostet.

Die zukünftigen Zuchtkatzen kommen ab der 12. Woche nach Hause und die Entwicklung der Kitten werden sehr genau beobachtet. Im schlimmsten Fall entwickelt sich die Katze nicht wie man es erwartet oder besteht die gesundheitliche Zuchteingangskontrolle nicht. Somit fängt der Spaß von vorne an.

 

Und da sind wir schon beim nächsten Punkt angekommen, die gesundheitliche Prüfung der Katze kostet eine Stange Geld. Wir sind hier bei Untersuchen wie z.B. HCM, PKD ect. weit über 300,00 Euro pro Katze.

HCM Schall wird jährlich wiederholt bis zu einem bestimmten Alter.

Die Katze, die zur Zucht eingesetzt werden soll muss natürlich einen ordentlichen Charakter haben, darauf sollte geachtet werden. Damit dieser auch an die Kitten vererbt wird und der Käufer später keine aggressive Katze hat.

 

Züchter nutzen meistens auch für ihre Katzen hochwertiges Futter. Eine 400g Dose kostet ab 0,80 Euro. Eine Katzenausstellung kostet schnell mal 300 Euro. Das ist nur ein kleiner Teil was eine Katze tatsächlich kostet.

Auch die Katzenausstattung muss regelmäßig erneuert werden.

Viele Züchter haben auch einen katzensicheren Balkon bzw. ein Freigehege für ihre Vierbeiner. Diese ganzen Materialen und die Instandhaltung sind auch nicht kostenlos.

Unterm Strich bleibt kein Geld übrig!

 

Lieber Vermehrer, machst du das auch?

 

 

Aber die Tierheime sind ja schon so voll!

 

Das ist richtig und nicht schön. Diese Situation muss sich ändern, keine Frage.

Jetzt kommt das große ABER. Daran sind meist nicht die Züchter schuld.

Wie viele Rassekatzen sind in Tierheime? Oft sind es irgendwelche Mischlinge oder normale Hauskatzen. Bei Katzen die wir vermitteln, wird vertraglich geregelt, dass keine Katze an ein Tierheim abgegeben werden darf.

Wenn es zu Probleme kommt, nehmen wir die Katze wieder bei uns auf.

Die Kitten die wir mühevoll 12 Wochen aufgezogen haben liegen uns sehr am Herzen.

Uns würde das Herz bluten wenn wir wüssten, dass eine Puschelreich-Katze in ein Tierheim muss!

 

Schwarze Schafe

 

Ja, die gibt es. Vor einem Kittenkauf kann ich Ihnen eins nur ans Herzen legen. Schauen Sie die Homepage an. Wie sieht die Wohnung aus?

Ist der Züchter bei Fragen zu erreichen? Wie reagiert der Züchter.

Fragt nach dem Verein und den Vorsorgeuntersuchungen und und und.

Und ein ganz wichtiger Tipp von mir, googelt einfach den Namen und die Cattery. schwarze Schafe werden sehr schnell gefunden und meisten steht schon der eine oder andere Beitrag im Internet.

 

 

Das Wort zum Schluss

 

Du als Liebhaber kaufst eine Katze mit Geld. Wir als Züchter verkaufen das Kitten mit unserem Herzen!

 

Vielen Dank.

Warum Züchten Sie? Was halten Sie vom Beitrag? Lassen Sie doch einfach einen netten Kommentar da ;-)