Maine Coon (01) - Geschichtlicher Hintergrund

Maine Coon (01) - Geschichtlicher Hintergrund

 

 

Woher stammt eigentlich die Maine Coon?

 

Den Ursprung der Katzenrasse Maine Coon findet man im Nordosten der USA im Bundesstaat Maine.

 

Es gibt einige Mythen über die Entstehung der Maine Coon´s:

 

1. Eine Erzählung handelt von der Verpaarung einer Katze mit einem Waschbären zu Englisch „Coon“ oder „Racoon“. So erhielt die Maine Coon ihren Namen. Diese Verpaarung ist aber aus biologischen Gründen nicht möglich.

 

2. Eine weitere Geschichte handelt von Kapitän Coon. Er hatte einige Langhaarkatzen mit auf dem Schiff. Und wenn er von Bord ging in Neuengland folgten ihm die Katzen und vergnügten sich auf dem Festland. Langhaarkatzen aus diesen Würfen würden dann miteinander gekreuzt bis die Maine Coon entstand.

 

3. Über Kapitän Samuel Clugh und die französische Königin Marie Antoinette gibt es eine weitere Geschichte zur Entwicklung der Maine Coon. Die Königin besaß einige Langhaarkatzen und der Kapitän Clugh hatte, unter anderem Mobiliar, diese Katzen mit an Bord. Da der Rettungsversuch von Marie Antoinette aber missglückte, nahm der Kapitän die Katzen mit nach Wiscasset, eine Stadt in Maine.

 

4. Wikinger hatten die Norwegische Waldkatzen nach Neuengland gebracht. Und aus den Nachkommen ist die Maine Coon entstanden.

 

5. Eine andere Geschichte handelt von Siedlern die Langhaarkatzen mitbrachten. Unter anderen z.B. die russische Steppenkatze. Und über diverse Kreuzungen entstand die Maine Coon.

 

6. Ein anderer Punkt ist auch noch das raue Klima in Neuengland. So entwickelten sich die Wildkatzen weiter zu den typischen Rassemerkmalen, z.B. wasserabweisendes Fell, Fellbüschel an Pfoten und Ohren, großer und starker Körperbau um zu überleben.

 

Die Maine Coon galt eher als Bauernhofskatze und war bei Farmern sehr beliebt.

 

1903 war die erste „Maine Coon“- Überlieferung in einem Buch namens „The Book of the cat“.

 

In diesem Buch geht hervor, dass Maine Coon´s schon in den 1860er Jahren ausgestellt wurden auf Viehmärkten/ Jahrmärkten.

 

Ab 1870 war die Rasse auch außerhalb vom Bundesstaat Maine beliebt.

 

Die Gewinnerin der ersten Katzenshow 1895 in New York City war eine Maine Coon Katze namens Cosey.

 

Nachdem die Maine Coon´s sehr beliebt waren und auch gut vertreten bei Katzenausstellungen wurde es erstmal wieder ruhiger um die Rasse. Sie galt als ausgestorben in den 1950er Jahren.

 

In den 1960er bis 1970er Jahren wollten Rasseliebhaber die Rasse wiederaufleben lassen und haben Foundation-Katzen aus der derzeitigen Population ausgewählt. Diese hatten rassetypischen Merkmale und sollten die Basis einer Zucht werden.

 

Die "Maine Coon Breeders and Fanciers Association" (MCBFA) wurde im Jahr 1968 gegründet mit dem Ziel, dass die Maine Coon als eigenständige Rasse anerkannt wird. Zudem wurde ein Rassestandard festgelegt und ein besonderes Zuchtziel:

 

Die Erhaltung der Wildform.

 

Eine Besonderheit war noch bei den Zuchtanfängen die Polydaktylie. Dieser Genpool war ca. zu 40% vertreten wurde aber allerdings erstmal nicht anerkannt.

 

Der New Zealand Cat Fancy änderte 2008 als erster Verein seinen Standard und polydaktilen Maine Coon´s wurden gleichwertig betrachtet.

 

Die Cat Fanciers‘ Association (CFA) erkannte erst 1976 die Maine Coon als Rassekatze an.

 

Und 1983 erfolgte erst die Anerkennung von der Fédération Internationale Féline d’Europe (FIFé).

 

Bis 1982 wurden Foundation-Katzen zur Zucht hinzugezogen um die Rasse sicher zu stellen.

 

Zu den Anfangslinien (Foundation) der Maine Coon´s gehören z.B.:

 

- Heidi Ho

 

- Tati-Tan

 

- Whittemore

 

Von diesen Cattery´s sind das die Top 5:

 

1. Andy Katt of Heidi-Ho

 

2. Bridget Katt of Heidi-Ho

 

3. Dauphin de France of Tati-Tan

 

4. Tatiana of Tati-Tan

 

5. Whittemore Smokie Joe

 

Heute sind die Rasse Maine Coon stark vertreten bei Katzenliebhabern und auch bei Züchtern.

 

Vor allem wegen dem tollen Wesen, welches die Maine Coon mitbringt.